Archiv des Autors: Vera

5 Jahre CorpusArt – Vera Bosdorf

Firmenjubiläum  –  mit Rabattaktion

Seit 5 Jahren gibt es in der Freyung 626a in Landshut das Atelier für künstlerisch gestalteten Unikat-Schmuck CorpusArt – Vera Bosdorf.

Dieses Jubiläum feiere ich am Freitag, den 15. Nov 2013, von 14 bis 20 Uhr.

Bereits vom 13.11. bis zum 16.11.13 wird auf jedes Schmuckstück

ein Jubiläums-Rabatt von 5 % gewährt.

Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Portrait in Kunst und Medizin 2013

In der jährlich in Landshut erscheinenden Zeitschrift „Kunst und Medinzin“ ist im August 2013 ein Portrait zu meiner Arbeit erschienen.

KunstUndMedizin2013

Vera Bosdorf. Lockruf des Seeigels, Enthüllungen der Maserknolle

Eine promovierte Chemikerin verbringt ihr Leben damit, Unikat-Schmuck zu fertigen. Nach dem zweiten Blick ist das gar kein Quantensprung. Denn Vera Bosdorf findet ihr Material bevorzugt in der Natur und ihre Wissenschaft ist es, Ausdrucksformen zu erforschen.
Es war doch ein Seeigel, nicht wahr, das Medaillon im Herzen des Colliers? Es sieht so aus, fasst sich aber völlig anders, weich, fast zart an…
Ja, es war ein Seeigel. Ich suche immer nach weiteren Materialien, die ich zu Schmuck verarbeiten kann, da sind mir eines Tages die Kalkskelette der Seeigel untergekommen. Es gibt seltene Arten mit fantastischen Farben – zu hohen Einkaufspreisen übrigens – und eine großartige Herausforderung in der Bearbeitung. Man kann ihnen die Noppen abschleifen. Zwei von dreien zerbrechen allerdings dabei, trotz Fingerspitzenarbeit. Ich stabilisiere sie mit einer Füllung und hinterlege sie mit Fischleder – und ich finde, dass im Endergebnis die Schönheit der Natur noch betont und veredelt ist. Das ist es, was mich in meiner Arbeit interessiert: etwas sehen und es sichtbar machen. Der Preis des Ausgangsmaterials spielt keine Rolle – es gibt zum Beispiel Edelhölzer, die mehr wert sind als Gold, wenn wir die Zeit ihres Wachstums und die Zeit einrechnen, in der aus einer Maserknolle ein Schmuckunikat entsteht. (Anmerkung der Redaktion: Eine Maserknolle ist eine Verwachsung mit auffälliger Maserung, die meist für Möbeldetails oder das Interieur in Luxusautomobilen verarbeitet wird.)
Wie gehen Sie vor? Gibt Ihnen das Holz die Idee oder geben Sie die Richtung an?
Das kann man so nicht beantworten. Ich taste mich heran. Wenn ich von einer Maserknolle die Rinde entferne, sie mit Sägeschnitten teile, dann entsteht etwas. Eine Formation erinnert plötzlich an die Hydrothermalquellen der Tiefsee, so ist die Anhängerserie „Schwarzer Raucher“ und Weißer Raucher“ entstanden. Wichtig ist mir das Zusammenspiel des organisch Gewachsenen mit der bearbeiteten Oberfläche. Wenn ich Blattgold auflege wie bei der „Gold-Bruch-Schokolade“, ist es so hauchfein, dass die natürliche Struktur übernommen, besser noch betont wiedergegeben wird. Holz ist ein wunderbarer Werkstoff, es ist ein Reichtum ganz subtiler Art. Meine Kunden sind Menschen, die das sehen und fühlen können. Da entstehen immer wieder besondere Beziehungen. Eine zauberhafte Zuneigung ist einem meiner Kreuze geschehen. Die Mutter eines Kommunionskindes hat mir erzählt, dass ihre Tochter unter den vielen geschenkten Kreuzen aus Edelmetall mein Edelholzkreuz am liebsten trägt. Ich denke, dass das auch daran liegt, dass meine Arbeiten ausstrahlen, wie lange ich mich beharrlich mit ihnen beschäftige. Für mich ist eine Oberfläche erst in Ordnung, wenn keine Bearbeitungsspuren zu erkennen sind.
Wann hat die erfahrene Schmuckkünstlerin ausgelernt?
Ich denke: nie. Als ich die Idee hatte, Altstadthäuser als Anhänger und Ohrschmuck zu arbeiten, musste ich erst eine Technik finden. Ein Zufall hat mich auf das Ätzen gebracht, ein uraltes Verfahren, das heute kaum ein Goldschmiedelehrling mehr lernt. Nicht einmal ein über 80jähriger Handwerkskollege konnte mir helfen: Das musst du selbst probieren. So habe ich es dann gemacht und vier Monate lang experimentiert und an der Radiernadel geübt. Es ist ein unglaublich filigranes Arbeiten unter der Kopflupe, eine winzige Unsicherheit kann einen ganzen Arbeitsschritt zunichte machen. Jedes der Häuser ist anders, selbst wenn es Fantasiefassaden sind – auch in der Serie bleibe ich beim Unikat. Es ist mir wichtig, dass meine Stücke detailliert ausgearbeitet sind. Ich gebe nichts an meine Kunden, das meinen Ansprüchen nicht entspricht. Die Menschen, für die ich arbeite,
sind es wert, dass sie gut durchdachte und künstlerisch gestaltete Stücke von mir bekommen. An einem Schmuckstück von Vera Bosdorf sollte man sich nie sattsehen, so möchte ich, dass es wahrgenommen wird. Ein Schmuckstück, das immer auch zu der Persönlichkeit seiner Trägerin / seines Trägers passt und sie / ihn als besonders auszeichnet.
CorpusArt – Vera Bosdorf – Unikate aus Gold, Silber, Perlen, Edelsteinen und ungewöhnlichen Werkstoffen

WernerLinksBild

Ausstellung Werner Glaser: Mit Links

Ausstellung Werner Glaser: Mit Links

Vernissage am Freitag, den 12. Oktober 2012, um 18:30 Uhr

Ausstellung vom 12.10. bis 24.11.12

Werner Glaser, Poeticus Keramikus, stadtbekannter Keramiker und Grafiker, erlitt vor einem Jahr einen Schlaganfall und ist seitdem rechtsseitig gelähmt. Seit wenigen Wochen malt er wieder – mit Links! Diese Ausstellung zeigt seine ersten Bilder, mit denen er sich zurück ins Künstlerleben malt.

Parallel zur Ausstellung wird die Vitrine der staatlichen Fachschule für Keramik in der Stadtsparkasse in der Altstadt 300 in Landshut mit Keramiken von Werner Glaser bestückt.

Diese Ausstellung wird finanziell unterstützt von: OB Hans Rampf, Stadt Landshut; Darlapp Küchenstudio am Bischof-Sailer-Platz; Bilder-Service Keindl, Dr. Markus Wimmer.

Passe

Ausstellung Peter Litvai: Passé

Ausstellung Peter Litvai: Passé

Vernissage am Freitag, den 16. März 2012, um 18:30 Uhr

Ausstellung vom 16.3.12 bis 29.4.12

Für die Ausstellung Passé kombiniert der Fotograf Peter Litvai Ballettszenen mit Fotografien eines leerstehenden Industriegebäudes. Dazu setzt er die Fotos nicht wie für eine Kollage nebeneinander, sondern vergleichbar zu Doppelbelichtungen übereinander. Die Motive verschmelzen miteinander; eine ätherische Atmosphäre entsteht.

Für Peter Litvai sind die Gegensätze interessant: Die scheinbare Leichtigkeit eines Balletttänzers im Gegensatz zur offensichtlichen Schwere eines Gebäudes. Ebenso wie die Schönheit der fließenden Bewegungen eines Balletttanzes im Vergleich zur starren (und eventuell auch hässlichen) Architektur.

Und so wie Peter Litvai in seinen Bildern die Gegensätze vereint, zeigt er damit auch die Gemeinsamkeit beider Themen auf: Die Vergänglichkeit.